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Control/Security

Concours de création 2010, Gewinnerprojekt
CONTROL/SECURITY


von Ricardo da Silva und Manuel Sigrist

Das LUFF setzt sich jedes Jahr zum Ziel die nationale Künstlerszene zu unterstützen indem es einen Kreativwettbewerb ausschreibt.

Nach dem performativen Ansatz von 2008, gefolgt von den Klangexperimenten im 2009, konzentriert sich die Kreation im 2010 vor allem auf das Bild, und setzt sich dieses Jahr mit dem Konzept der Überwachung, genauer: Videoüberwachung auseinander.

Das Gewinnerprojekt ist eine Installation von Ricardo da Silva und Manuel Sigrist, das die ansteigende Zahl von Videoüberwachungen untersucht, insbesondere auf dem beengten städtischen Raum. Die Realität wird in digitale Informationen verwandelt und das Verborgene wird öffentlich gemacht. Die Installation übernimmt die Logik des Überwachens, um sie umzulenken, zu korrumpieren und zu pervertieren, und sei es nur während des Festivals. Durch das Schaffen von Bereichen der zeitlich begrenzten Störfaktoren, wird ein Weg geschaffen, die Hyperrealität des Systems der Zeichen der Sicherheit anzugreifen und zwar durch die Verschmutzung der Signale (Information-Overload), durch das Einführen von Geräuschen in das Geschehen und durch individuelle und gemeinschaftliche Erfindung von Spielen mit der Subversion.

Ricardo da Silva und Manuel Sigrist sind Regisseure und autodidaktische Schauspieler, die auf dem Gebiet des experimentellen Films und der neuen Medien spezialisiert sind. Sie haben zahlreiche Produktionen, Video- und Multimediainstallationen, visuelle und  sonore Live-Vorführungen zu verbuchen. Sie arbeiten seit 2005 erfolgreich zusammen als Teil des „Thomas More Projekt“-Kollektiv.