LUFF.FM
Webradio

Nekrofilms: Jörg Buttgereit

Geboren 1963 ist der junge Jörg mit japanischen Monsterfilmen, Comics und Superhelden aufgewachsen; zweifellos haben seine Eltern ihm dadurch, dass sie ihm zur Kommunion eine Super-8-Kamera geschenkt haben, unbewusst die Tür zum Subversiven geöffnet. Sehr schnell beginnt er, seine Umwelt mit kritischen Augen zu sehen, egal ob im Hinblick auf Familie, Politik oder Kultur; diese Welt beklemmt und inspiriert ihn, bisweilen auf Kosten anderer. Sei es, dass er sich über seinen Vater lustig macht wie in Mein Papi (1981), einem provokanten Kurzfilm, der für Erheiterung in jenen Punkläden sorgt, wo er gezeigt wird, oder sei es, dass er Superhelden parodiert, wie in Captain Berlin (1982). 1984 dreht er mit Manfred Jelinski So war das SO36, eine Dokumentation über den legendären Indie-/Punkclub und danach Hot Love (1985), einen Horror-Kurzfilm, der Vorbote seiner Tetralogie des Todes ist, die das LUFF präsentiert. Diese wird 1987 durch den dämonischen Film Netromantik eingeleitet und ruft unter den Anhängern des Extremkinos auf der ganzen Welt einen Kult hervor, zieht jedoch auch die Kritik zahlreicher Gegner auf sich. Seitdem widmet sich Buttgereit dem Schreiben kontroverser Radio-Hörspielen (Ed Gein Superstar), der Regie von Fernsehserien (Lexx), Dokumentationen (die Serie Durch die Nacht mit für Arte, Monsterland über Kaiju Eiga) oder seinen Theaterstücken (Captain Berlin Vs Hitler).